Gartenbuch Archive - Aquilea Garten

Gemüse aus dem eigenen Garten

Gemüse aus dem eigenen Garten

Früher hatte jeder das Gemüse, das in seinem eigenen Garten wuchs. Man brauchte den Garten, um überleben zu können. Spielte das Wetter verrückt, wurden die Samen von unliebsamen Gästen geschmaust, das wachsende Gemüse von allerlei Getier bedroht und vernichtet, hieß das oft Hunger. Heute sind wir in der überaus glücklichen Lage alle benötigten Lebensmittel in diversen Supermärkten zu bekommen. Die Vielfalt ist enorm, fast alles jederzeit vefügbar, von überall auf der Welt werden Produkte geliefert.

Warum tun sich dann so viele Menschen die Arbeit an, um Gemüse selbst zu ziehen?

 Im ausgehenden Winter sollte man sich schon im Klaren sein, was diese Saison angebaut werden soll. Vielleicht hat man ja vom letzten Jahr selbst gewonnene Samen, wenn nicht, braucht es einen Blick in Samenkataloge oder man fährt ins nächste Gartencenter. Mich überwältigt immer diese ungeheure Vielfalt und die schönen Bilder auf den Samenpäckchen. Dann heißt es, Andrea reiß dich zusammen, schau mal, was du wirklich brauchst, denk an den Platz, den du hast. Aber die guten Vorsätze, werden flugs über Bord geworfen und in meinem Einkaufswagen findet sich immer mehr, als gedacht. Gemüsesamen, Blumensamen, Raritäten, Neuheiten, …  Probieren wird man doch dürfen. Wo dann die vielen Sämlinge hinsollen, wenn sie noch nicht nach draußen dürfen, ach, da wird sich schon irgendwo ein Plätzchen finden. Und hoffentlich hab ich genug kleine Töpfchen für sie? Es gibt ja im Haus viele Fensterbänke und ein kleines Tischchen davor, das geht auch noch.

Wenn das  Ansäen gut erledigt ist, die Keimlinge prächtig vor sich hinwachsen, und jedes von mir ein eigenes Töpfchen bekommt, kanns schon passieren, dass auf einmal alle aufgebraucht sind, dann kommt ein Hilferuf an die liebe Gartenfreundin, die Gott sei Dank schnell aushilft. Alle möglichen Stellflächen werden dann von kleinen Pflanzen belegt, jegliches Deko muss weichen.

Ich liebe es zu sehen, wie alles gut wächst, mehr oder minder. Manches entspricht nicht meinen Vorstellungen, kränkelt so dahin, vielleicht ist der Platz nicht so gut, zu wenig Licht, zu viel Wasser oder zu wenig. Aber ich habe auch meine Stars, die wachsen, als ob sie den besten Platz der Welt hätten, eine Freude und in meinen Gedanken sehe ich mich schon ernten oder einen Blumenstrauß für den Tisch schneiden. Ja, ohne meine Träume, wie alles wird, wäre das Leben halb so schön.

Jetzt schnell einen Plan machen, wo alles seinen Platz bekommt. Wer mag sich, wer nicht. Und dazwischen noch ein paar Blumen, denn es soll alles schön aussehen. Mein Gemüsegarten soll eine Augenweide sein.

Die Tage werden länger, es wird wärmer und endlich dürfen sie hinaus! Die empfindlichen Diven ziehen in unser Glashaus, Paprika, Tomaten, Gurken, Basilikum und einige spezielle Fruchtsalbeisorten. Die anderen bekommen einen guten Platz auf unseren Hochbeeten. Und im Glashaus werden die Bohnen und Kürbisse in Töpfen vorgezogen, weil es draußen noch zu kalt für sie ist.

Alle haben zu diesem Zeitpunkt viel Platz, aber mit der Zeit wächst alles zusammen und ich hoffe, dass nicht allzu viel von anderen angeknabbert oder zur Gänze verspeist wird. Jedes Jahr anders, einmal wird das von diesen sechsbeinigen Tierchen, sprich Insekten oder von schleimigen kleinen Monstern, sprich Schnecken zunichte gemacht. Aber dann ist es endlich soweit, ich darf mein eigenes Gemüse ernten. Was gibt es Schöneres! Es ist solch ein Genuss, im eigenen Garten sein Essen zu ernten, es draußen am Gartentisch zu putzen und klein zu schneiden und dann in der Küche weiter zu verarbeiten. Wenn es mit dem Satz „Alles aus eigener Ernte“ der Familie serviert wird, allen gut schmeckt, ist das ein Hochgefühl. Vergessen die vielen Stunden, die es gebraucht hat, um das zu bekommen!

Und ich denke, dass es genau das ist, was so vielen Menschen gefällt, eigenes Gemüse zu ziehen.

Wir dürfen heute den Garten Erleben und brauchen ihn nicht zum Überleben!

Bis bald im Aquilea Garten!

Die Rosen blühen

Die Rosen blühen

In unserem Garten blühen die Rosen, jedes Jahr aufs Neue erfreuen sie uns mit ihrer Pracht, ihrem Duft und ihrem Liebreiz. Sie erobern, Rosenbögen Obeliske, Bäume und bereichern verschiedene Gartenzimmer. Manche zeigen wahre Größe, andere fangen erst klein an, doch sie alle bezaubern uns. Ein Rosenbogen ganz erfüllt mit Blüten oder die ersten Triebe einer neuen Errungenschaft. Teilweise haben sie schon Freundschaft mit Clematis geschlossen, die selbst ihre wunderbaren Blüten zeigt und die Rosenblüten ergänzt und unterstreicht. Die Rose, hört man, als Königin im Garten betitelt, tritt mit wahrer verschwenderischer Blütenpracht auf die Gartenbühne. Die einen zwar nur einmal im Jahr, dann umso üppiger, die anderen, etwas leiser, aber dafür beschenken sie uns mehrmals. Jede hat seinen Reiz und es gibt sie in solch einer Fülle von verschiedenen Farben, Formen, Wuchseigenschaften, dass sich wohl jeder, wenn er möchte, eine oder mehrere findet.

Rosen wecken unsere Sinne, nehmen unsere Gärten als Bühnen, veranlassen uns, kreativ zu sein. Rosenblütenkuchen, Rosenblütensirup, Rosenblütentee, … Den Gartentisch mit Rosen schmücken, vielleicht einen Rosenkranz in eine flache Schale mit Wasser für den Esstisch, Rosenblüten trocknen und Duftsäckchen damit befüllen, … oder ganz einfach im Garten genießen, und sich an ihnen erfreuen!

Bis bald im Aquilea Garten

Frau Eva Schubert
Madame Helene
Super Excelsior
Gishlaine de Feligonde
Veilchenblau
Eine unbekannte weiße Schönheit
Wildrose
charmante Kletterrose

Lavendel

Lavendel in Reihen, ein Traum in der Provence, bis zum Horizont und ein unbeschreiblicher Duft liegt in der Luft. Magnet für viele Insekten, vielfältig in der Küche einsetzbar – Kuchen, Sirup, Tee, …

Und einfach wunderschön anzuschauen, zu riechen und zu genießen!

Wo passt Lavendel in unseren Garten, zwischen die obere Reihe von Säuleneiben. In der unteren Reihe Säuleneiben wachsen bereits weiße Bodendecker-Rosen. Das müsste passen. Gedacht, gesagt, getan!

Die ersten Reihen Lavendel haben wir vor drei Jahren gesetzt und sie haben sich gut akklimatisiert und sehen schon recht stattlich aus. Dieses Jahr gingen wir die nächsten Reihen an, haben ca. 50 Lavendel gekauft. An einem Samstag löste ich meinen Weihnachtsgutschein meiner Tochter 1 Tag Gartenarbeit für Mama ein, und wir stürzten uns ins Abenteuer Lavendel. Leider ist der Boden dort lehmig, alles andere, was sich ein Lavendel wünscht. Deshalb hoben wir für jede Pflanze einen Baukübel groß Erde aus, gaben ungefähr acht Zentimeter Splitt hinein, vermengten Lehm und Splitt 50 zu 50 und setzten sie dann in dieses Gemisch. Und damit das alles noch ein bisschen schwieriger ist, haben wir dort noch unebenes bis steiles Gelände. Teilweise, wusste man gar nicht, wie man eigentlich stehen soll beim Setzen. Meine Tochter meinte, sonst wäre es zu einfach und überhaupt keine Challenge. Das Wetter am besagten Tag war super, sprich wir kämpften uns durch und gaben alles. Ein bisschen verrückt muss man schon sein, wenn man einen Garten hat und sich derlei Dinge ausdenkt. Aber vielleicht sind es gerade diese Träume und Ideen, die den eigenen Garten so einzigartig machen.

Es war viel Arbeit, aber jetzt erfreuen wir uns an einer klitzekleinen Provence im Aquilea Garten.

Bis bald im Aquilea Garten

Projekt Nützlingswiese

Durch den Wegfall unserer alten zwei Apfelbäume haben wir jetzt eine ganz andere Situation in diesem Gartenzimmer. Vorher tiefer Schatten, jetzt den ganzen Tag Sonne. So beschlossen wir, den oberen Wiesenteil in eine Nützlingswiese zu verwandeln. Als erstes legten wir im hinteren Teil einen Weg mit Platten an, damit man gut zu Fuß und mit der Scheibtruhe von A nach B kommt. Danach hoben wir die gesamte Rasenfläche ab und legten sie verkehrt wieder auf. Darauf kam noch Material, das vom Bau der neuen Stützmauer anfiel. Wir haben in unserem Garten einen sehr steinreichen schiefrigen Boden, es steht auch bei anhaltendem Regen nirgends das Wasser. Dann alles gleich gerechnet, etliche Säcke Sand eingearbeitet, und dann war es endlich soweit mit dem Setzen zu beginnen. Damit es schneller grün wird, habe ich anderer Stelle viele Blütenpflanzen vorgezogen, die jetzt an ihren Ort der Bestimmung kamen. Die restliche Fläche habe ich mit einer Rasen-Blumen-Mischung eingesät. Alles gut eingegossen, wird es, so hoffen wir, gut wachsen und bald uns und viele Insekten erfreuen.

Bis bald im Aquilea Garten

Rankgerüste für die Bohnen

Jetzt sind sie endlich da, unsere neuen Rankgerüste für die Bohnenzucht. Mein Mann hat sie entworfen, ein Schlosser hat sie gefertigt und ich habe ihnen einen farbigen Anstrich verpasst. Am Wochenende haben wir sie mit Hilfe von lieben Gartenfreunden montiert. Am gleichen Tag habe ich die Bohnen, eine gelbe Sorte und Spaghetti, die ich im Glashaus vorzog, gesetzt. An den inneren zwei Stäben kamen zwei Wicken, denn ohne Blumen geht es bei mir nicht. Ich freue mich schon, wenn Bohnen und Wicken ihr Reich erklimmen, und wir im Sommer hoffentlich eine gute Ernte haben werden.

Bis bald im Aquilea Garten

Gartenräume – Gartenträume

Aquilea Garten

Unser Garten

Gartenträume – Gartenräume

Unser Privatgarten ist mit viel Liebe, eigener Kraft und eigenen Ideen entstanden. Und so hat er sich im Laufe der Zeit zu einem wesentlichen Bestandteil unseres Lebens entwickelt. Kreative Gartengestaltung im Einklang mit der Natur ist unser Leitmotiv und war uns von Anfang an sehr wichtig.

Als wir vor 21 Jahren in unser Haus eingezogen sind, war ein Gemüsegarten mit zwei Mistbeeten und etlichen Beetreihen, sowie ein Komposthaufen vorhanden. Zwei Apfelbäume, ein Zwetschken- und ein Ringlottenbaum, die schönen Schatten gaben und noch heute geben. Der übrige Bereich waren Futterwiesen in Hanglage. Alles schief, nirgends konnte man Tisch oder Sessel aufstellen. Also fassten wir den Entschluss einen Bereich der Futterwiese zu terrassieren und so entstanden mit viel Muskelkraft und der Hilfe eines Traktors drei Ebenen. In der untersten stellten wir die Gerätehütte und den Komposthaufen. In der mittleren bauten wir einen quadratischen drei mal drei Meter großen Sitz-Platz mit Betonverbundsteinen, der auch heute noch so besteht, und wo wir schon viele schöne Stunden mit Freunden und Familie verbrachten. Außerdem fanden ein großer Sandkasten, eine Schaukel und eine Rutsche direkt am Hang ihren Platz für unsere zwei kleinen Kinder. Somit hatten wir uns ein Zimmer im Grünen für unsere Familie geschaffen: Platz zum Spielen, Essen, Feiern und Ausruhen.

Im darauffolgenden Jahr setzten wir die Hainbuchenhecken, um dem Ganzen mehr Raumgefühl und Abtrennung zum Nachbarn zu geben. Unsere Kinder bekamen ein eigenes Gartenspielhaus, dass Gerhard mit seinem Vater selbst gebaut hat. So groß, dass der Papa mit den Kindern im Sommer das Abenteuer „Schlafen im Garten“ bestehen konnte. Heute ist es unser Badehäuschen am Teich.

Wenn man sich mit dem Thema Garten beschäftigt, hören die Ideen nicht auf und so entstanden im Laufe der Zeit unsere verschiedenen Gartenzimmer. Unsere Gartenträume verwirklichten sich mit der Zeit in unsere Gartenräume.

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